Johann Christian von Mannlich
Johann Christian von Mannlich entstammte einer alten Augsburger Familie. Sein Vater Konrad Mannlich war Goldschmied und Hofmaler des Herzogs von Zweibrücken.
Er selbst wurde am 2. Oktober 1741 in Straßburg geboren und wuchs in Zweibrücken auf. Er besuchte hier das Gymnasium. Schon sehr früh wurde Herzog Christian IV. von Zweibrücken auf die Begabung Mannlichs für Malerei aufmerksam. Er ließ ihm eine ausgezeichnete Ausbildung zuteil werden. Zunächst war er in Zweibrücken, ab 1758 in der Akademie für Malerei in Mannheim, später in der Académie de France in Rom und zu wiederholten Malen in Paris.
Im Jahre 1771 wird Mannlich von Christian IV. zum ersten Hofmaler, Inspekteur der herzoglichen Gemäldesammlungen und Leiter der herzoglichen Malschule ernannt.
Der Aufstieg Mannlichs setzte sich unter dem Nachfolger Christians IV. fort. Karl II. August ernannte ihn im Jahre 1776 zum Generalbaudirektor, im Jahre 1788 zum Direktor der schönen Künste. Mannlich sollte zum Architekten des Schlosses Karlsberg, der größten Landesresidenz Europas, werden.
Nachdem er dem Herzog von Zweibrücken nach München gefolgt war, wurde Mannlich 1799 zum Generaldirektor aller künstlerischen Sammlungen für Pfalz und Bayern ernannt. In Zweibrücken und in München erfüllte Mannlich auch die Funktion eines Bühnenmalers. Sein Ziel war es, historisch wahren Bühnenschmuck und Kostüme zu schaffen.
Im fortgeschrittenen Alter wurde Mannlich auch Schriftsteller. Er veröffentlichte zahlreiche Werke. Im Alter von 72 Jahren begann er mit seinen Memoiren. Anfang Januar 1822 verstarb Christian von Mannlich in München.
Mannlich erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Er war Mitglied mehrerer Akademien. Man verlieh ihm den Titel eines Rates des Königs von Bayern und eines Ritters des Zivilordens der Krone Bayerns. Außerdem wurde er geadelt. |