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Erfahrungsbericht zum Schüleraustausch
der Mannlich-Realschule Zweibrücken mit der Innisdale Secondary School Barrie, Kanada
vom 23.09. -20.10.2010

An diesem Austauschprogramm nahmen 28 Schülerinnen und Schüler der Mannlich- Realschule Zweibrücken teil. Begleitet wurden die 16 Mädchen und 12 Jungen von zwei Lehrkräften. Die Hin- und Rückreise gestaltete sich problemlos, da die Flüge von Frankfurt nach Toronto und zurück, sowie die nötigen Bustransfers zu den Flughäfen, immer planmäßig und ohne besondere Vorkommnisse waren.



Kanada im Herbst zu erleben war etwas ganz Besonderes. Die Laubbäume zeigten sich in einer wunderschönen Farbenvielfalt – der Indian Summer verzauberte die kanadischen Wälder. Die Schülerinnen und Schüler haben die Schönheit der Natur zu schätzen gelernt. Bei Wanderungen in den kanadischen Wäldern des Algonquin Provincial Parc, bei Höhlenbegehungen in den Blue Mountains oder bei einer Fahrt in einem traditionellen Kanu in den riesigen Sumpflandschaften des Wye Marsh. Ein besonderes Naturschauspiel boten die Niagarafälle, die die Gruppe an Bord der „Maid of the Mist“ hautnah erleben durfte.

 


Die Metropolen des Landes, hielten vielfältige Angebote von Eindrücken für die Jugendlichen bereit. In Toronto besichtigten sie moderne Bauten wie den CN Tower und multikulturelle Viertel wie Chinatown, riesige Shopping Malls und außerordentlich mannigfaltige Kunstgalerien und Museen. Sogar bei einer Live-Show von MTV Canada waren sie mit dabei.

Ein weiteres Highlight war die Fahrt der deutschen Schülerinnen und Schüler nach Ottawa, der Hauptstadt Kanadas, und Montreal in Quebec. Besonders beeindruckend waren die Parlamentsgebäude sowie das „Museum of Civilisation“ in Ottawa und die “Basilique Notre-Dame“ in Montréal.



Die kanadischen Lehrer der Innisdale Secondary School, die die Fahrten begleiteten, legten viel Wert darauf, das Programm abwechslungsreich zu gestalten, was ihnen mehr als gelungen ist. Das Resultat war eine bunte und ansprechende Mischung aus Kultur, Natur und dem alltäglichen Leben. Lehrreiche Aspekte aus den Bereichen Geografie, Geschichte, Kunst, Religion, den Naturwissenschaften uvm. wurden abgedeckt. Die Schule selbst bleibt unseren Jugendlichen sicherlich in guter Erinnerung. So unterscheidet sie sich doch in vielerlei Hinsicht von der gewohnten Schullandschaft in Deutschland.

Natürlich war nicht nur das ausgezeichnete Programm der Gastgeber alleiniger Grund für das Gelingen der Fahrt. Die kanadischen Gastfamilien öffneten mit viel Einfühlungsvermögen und Herzlichkeit ihr zuhause für die Jugendlichen. Sie brachten ihnen den kanadischen Lebensstil näher und boten ihnen sehr viele zusätzliche Ausflüge und Erlebnisse. Viele deutsch-kanadische Freundschaften wurden geschlossen und werden sich sicherlich auch über die Dauer des Austauschprogrammes hinaus weiter entwickeln. Wie stark die Bande mit ihren neuen Familien geknüpft wurden, zeigte sich bei der Verabschiedung, als viele Tränen flossen. Doch die Hoffnung und Vorfreude auf das baldige Wiedersehen auf deutschem Boden im kommenden Jahr verschaffte Trost.

In vertrauensvollen Gesprächen mit kanadischen Elternteilen wurde durchweg positive Rückmeldung über das Verhalten der deutschen Jugendlichen an die deutschen Betreuer herangetragen. Die deutschen Schülerinnen und Schüler haben ihre Fähigkeiten als Botschafter für die Stadt Zweibrücken und die Mannlich-Realschule vorbildlich unter Beweis gestellt. Während der gesamten Fahrt herrschte ein außergewöhnlich gutes Klima in der Gruppe. Zu würdigen ist der respektvolle Umgang miteinander, das Engagement für die Gruppe und deren Projekte, wie zum Beispiel die Gestaltung der Goodbye-Party. Die Schülerinnen und Schüler sind auch ihren Betreuern respektvoll und offen entgegengetreten. Somit konnte eine gute Vertrauensbasis geschaffen werden, die als Grundlage während des ganzen Aufenthalts ein harmonisches Miteinander ermöglichte.



Es bleibt zu hoffen, dass dieses Austauschprogramm weiter die gebührende Anerkennung und noch mehr Unterstützung erfährt, um weiteren Generationen von Schülerinnen und Schülern dieses einmalige Erlebnis zu garantieren. Nicht nur in Anbetracht der Tatsache, dass die Jugendlichen ihre fremdsprachliche Kompetenz enorm verbessern konnten, auch hinsichtlich der Freude, die diese interkulturelle Begegnung junger Menschen mit sich brachte und die die Jugendlichen in einen Dialog mit den Menschen treten ließ und sie dadurch in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit voranbrachte.





Zweibrücken, 05.11.2010

Lisa Memmer

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