Grundsteinlegung am 19.04.2005

Die Bläserklasse 7b brachte unter der Leitung von Hans-Werner Bernhard drei Musikstücke zu Gehör:

Wyndham March
Walisisches Volkslied
Copper Creak March


In seiner Begrüßungsrede lobte Oberbürgermeister Prof. Dr. Helmut Reichling die Entscheidung der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion), in Zweibrücken eine neue Realschule zu errichten, da eine Investition in die Bildung und in die Jugend eine Investition in die Zukunft sei.
Prof. Dr. Helmut Reichling erinnterte in seiner Rede an zahlreiche berühmte Persönlichkeiten, die in Zweibrücken die Schulbank drückten, wie zum Beispiel an den Namensgeber unserer Schule - Christian von Mannlich - und den Begründer des Unternehmens Terex Demag.


Dr. Mertes, RR Paul, Herr Franzen, Herr Heller


Der Präsident der ADD Trier, Dr. Peter Josef Mertes hob in seiner Ansprache mehrfach das durch Musik-, Bläserklassen und Musik-AGs stark geprägte Konzept unserer Schule positiv hervor. Auch für die gut aufbereitete Berufsinformation unserer Schülerinnen und Schüler fand er lobende Worte, sowie die für die zahlreichen Schulpartnerschaften.
Unser neuer Schulbau wird aufgrund unserer Schwerpunkte einzelne Bereiche erhalten, wie beispielsweise einen msuischen und einen naturwissenschaftlichen Bereich. Trotz dieser Gliederung wird das Gebäude sehr kompakt und somit "eine Schule der kurzen Wege und der Begegnung" sein. Vom Land wird der Schulneubau mit 7,15 Mio. Euro gefördert. Insgesamt ist er mit ca. 11 Mio Euro veranschlagt.
Dr. Mertes wünscht den Schülerinnen und Schülern im neuen Gebäude ein "erfolgreiches Lernen", dem Kollegium "viel Spaß am engagierten Arbeiten", den Finanzgebern "die Gewissheit, richtig investiert zu haben" und den Bauarbeitern ein unfallfreies Schaffen.


Eine Schülerin der neunten Klassenstufe trug eindrucksvoll einen Text von Kirsten Brandt vor.

Der Prophet

Dann trat ein Maurer vor und sagte: „Sprich uns von den Häusern, den Gebäuden dieser Erde!“
Und der Prophet antwortete und sagte:

Baut aus euren Vorstellungen eine Laube in der Wildnis, an einem Hang, sodass ihr die Weite vor eurem Auge habt. Von einem Hügel überblicket ihr die Stadt, eingebettet in die Stärke der Bäume, das Grün der Mutter Erde und das klare Blau des Himmels. Wählt diesen Ort als Bauplatz eures Hauses!

Ein
Haus ist ein großer Körper, indem der Geist sich frei entfalten soll.

Seine Mauern sollen euch nicht trennen, sie sollen Brücken sein für die Menschen, die in ihnen leben.

Der Stein, aus dem es gebaut wurde ist nicht hart und kalt sondern stark und beständig und gibt denen Kraft, die in seinen Gängen wandeln.

Die Türen sind offen für den Geist eines Jeden und begrüßen das Neue sowie sie das Alte bewahren.

Die Fenster öffnen den Raum für Licht und Luft, durch welche die Sorgen und Ängste davon ziehen.

Das Gebäude soll nicht schwer auf euren Schultern lasten, die Mauern nicht bedrängen. Blickt auf die Frucht eurer Ideen und glaubt an den Morgen.

Malt die
Wände mit euren Erwartungen und eurer Hoffnung in den Farben der Welt.

Ihr
Kinder des Himmelsraums, ihr ruhenden Rastlosen, ihr sollt euch nicht fangen noch bändigen lassen
Dieses Haus soll kein Anker sein, sondern
ein Mast.

Ihr sollt eure Flügel nicht zusammenfalten, um durch Türen gelangen zu können, noch den Kopf beugen, damit er nicht gegen eine Decke stoße, noch nicht zu atmen wagen aus Furcht, Wände zu sprengen und zum Einsturz zu bringen.

Ihr sollt
gestalten, auch dann noch wenn schon längst alle Mauern stehen.

Ihr sollt aus
einem Haus euer Haus machen!

Der Prophet endete seine Rede und blickte zufrieden auf unseren Neubau. Er nickte: Wir hatten verstanden!

Text: Kirsten Brandt (nach Kahlil Gibran)


Die Hülse, die in den Grundstein gelegt wurde, bestückte Rolf Franzen mit den Tageszeitungen der ortsansässigen Presse, dem Bauplan der Schule und Euro-Münzen diesen Jahres.


An der Grundsteinlegung waren Heinz Heller, RR Robert Paul, Prof. Dr. Helmut Reichling, Dr. Peter Josef Mertes, Nadine Abel (Schülersprecherin), Rolf Franzen und Kurt Dettweiler beteiligt.


Einmauern der Hülse


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