 |
 |
 |
Ruanda
|
|
|
|
Schulleiter Robert Paul zu Besuch bei der Partnerschule in Ruanda am 21.10.2009
Im Rahmen einer Delegation aus Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Staatssekretär Roger Lewentz besuchte unser Schulleiter auch die Partnerschule in Vumbi, Distrikt Huye, im Süden des Landes. Alle Kinder der Schule bereiteten zusammen mit ihren Lehrkräften einen herzlichen und begeisternden Empfang. Die Delegation wurde mit traditionellen Trommelrhythmen und Tänzen empfangen und später auch verabschiedet. Die mitgebrachten Lederbälle, ein kompletter Trikotsatz für die Fußballmannschaft und für jedes Kind Hefte und Stifte (letzteres für die meisten Kinder Luxusartikel) führten bei den Kindern zu wahren Begeisterungsstürmen.
|
|
|
|
|
|
Als zentrale Botschaft von Kindern, der Schulleiterin und dem Distriktbürgermeister wurde vermittelt: Wer eine Schule baut, baut Ruanda.
Die Primarschule in Vumbi besuchen zurzeit 700 Kinder, die von 15 Lehrkräften unterrichtet werden. Die von uns in den vergangenen Jahren im Rahmen der Partnerschaft gebauten und eingerichteten sechs Klassenräume, befinden sich immer noch in gutem Zustand. Die in den letzten beiden Jahren neu errichteten Latrinen und die Wasserversorgungsanlage stoßen schon an ihre Kapazitätsgrenzen.
|
|
|
|
|
|
„Das von unseren Schülerinnen und Schülern gesammelte Sponsorengeld anlässlich des Projekttages „Go for Ruanda“ kommt dort an, wo es dringend gebraucht wird, wo es Eigeninitiative und Selbsthilfe fördert. Jeder Euro ist richtig eingesetzt“, so das Fazit unseres Schulleiters Robert Paul nach seinem Besuch in den Herbstferien in Ruanda.
Als wichtiges Ziel der neuen ruandischen Bildungspolitik formulierte der Bildungsminister: „Wir wollen erreichen, dass alle unsere Kinder neun Jahre zur Schule gehen können, dass sie nicht mehr schwere Lasten auf dem Kopf tragen und nach der Schule hart arbeiten müssen“.
Hinweis: Bisher galt eine sechsjährige Schulpflicht. Der Ausbau des Schulwesens für alle Kinder bis zu neun Jahren Schulpflicht ist ein riesiges Projekt, das alle Kräfte des Landes und der internationalen Hilfe braucht.
Wir können mit unseren Sponsorengeldern und Erlösen aus Projekten mithelfen, dass unsere Partnerschule in Vumbi die sechsjährige Schulpflicht schrittweise auf neun Jahre erhöhen kann. Damit helfen wir mit, dass die Zukunftschancen der Kinder und des Landes steigen.
Denn eine gute Bildung der Kinder ist für die Zukunft dieses armen zentralafrikanischen Landes von entscheidender Bedeutung.
Die steigende Zahl der Schüler durch die Ausweitung der Schulpflicht erfordert einen weiteren Bedarf an neun Klassensälen. Die Fundamentierung der ersten drei Klassensäle ist im Gange. Die Finanzierung der übrigen sechs Räume in den nächsten beiden Jahren hängt noch völlig in der Luft. Neben den weiteren Räumlichkeiten mangelt es vor allem an Toiletten und fließendem Wasser. Lediglich acht Latrinen stehen den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung, weitere zehn werden dringend benötigt. Mit unseren diesjährigen Spendengeldern können wir diese Vorhaben mithelfen zu realisieren. Die Bauanträge werden bereits im Partnerschaftsbüro in Kigali bearbeitet.
|
|
|
|
|
|
„Dass wir unsere Schulpartnerschaft über all die Jahre so lebendig halten konnten, auch mit unserer finanziellen Unterstützung, freut mich außerordentlich und macht mich auch stolz auf die Schulgemeinschaft der Realschule. Nicht zuletzt liegt auch die Zukunft der bundesweit einmaligen Länderpartnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda in den Händen unserer Schülergeneration“, so Robert Paul.
|
|
|
|
|
|
Eine Willkommensansprache für die Gäste am 21. Oktober 2009 (Übersetzung der Klasse 9b)
Sehr geehrte Damen und Herren, ehrenwerte Gäste aus Deutschland,
wir sind sehr glücklich und im Namen meiner Mitschüler möchten wir Sie hier begrüßen.
|
|
|
|
|
|
Ehrenwerte Gäste, dank Ihrer Unterstützung wächst nun unsere Schule. Wir haben nicht nur eine Grundschule, sondern auch eine weiterführende Schule. Wir danken Ihnen sehr für Ihre Hilfe, insbesondere für die drei Klassenräume, in welchen wir lernen. Das zeigt, dass Sie immer an uns, Ihre Brüder, denken und wir haben keinen Zweifel daran, dass Sie unsere besten Freunde sind. Wir hoffen, dass wir Sie eines Tages in Ihrem Land besuchen können.
Wir wollen eine Freundschaft mit Ihren Schülern von der weiterführenden Schule haben, um sie besser kennen zu lernen. Wir denken, dass Sie unsere Brücke sein werden, auf der wir gehen werden.
Es sind so viele Dinge zu sagen, aber „Zeit ist Geld“. Wir werden irgendwann genug Zeit haben, um miteinander zu reden.
Wir hoffen, Sie haben Ihren Aufenthalt genossen und wir hoffen, dass wir gute Gastgeber waren. Wenn Sie Ihr Land erreicht haben, grüßen Sie bitte Ihre Schüler von uns. Wir wollen Sie kennen lernen.
Bitte kommen Sie bald wieder!
Gott segne Sie!
Vielen Dank!
|
|
|
Vumbi, 21. Oktober 2009
Liebe Gäste,
es ist für uns eine große Freude, Sie in unserer Schule zu empfangen. Unsere Freundschaft, die seit rund zwanzig Jahren existiert, wurde von unserer lieben und unvergessenen Freundin Ingeborg Quast begonnen. Leider ist sie im Dezember 1999 gestorben. Nehmen wir uns eine Minute des Schweigens, um uns an sie zu erinnern.
|
|
|
|
|
|
Wir bedanken uns aus tiefstem Herzen bei Ihren Kollegen und allen Schülern der Mannlich-Realschule, sowie Ihren Verwandten, die dem Weg folgen, den sie vorgegeben hat. Wir können in diesem Zusammenhang den Schulleiter der Mannlich-Realschule, Herr Robert Paul, nennen, der heute hier unter uns ist, Frau Gaby Valerius, Ingrid Fröhlig de Roi und die anderen Freunde. Wir legen großen Wert darauf, Ihnen nochmals zu danken Herr Paul, dass Sie im Jahre 2007 hier bei uns waren und jetzt immer noch bei uns sind. Das zeigt uns, dass Ihr unsere Beziehung weiterführen und ausbauen wollt.
Nach Ihrer Abreise 2007 haben wir zwei Brunnen, Latrinen und ein Schulleiterbüro bauen lassen. Während der Regenzeit haben wir keine Wasserprobleme mehr. Von den zehn Sälen des Schulzentrums wurden acht von dem Spendengeld der Mannlich-Realschule gebaut.
Heute haben wir eine Unter- und Mittelstufe mit 73 Schülern und 598 Grundschülern. Wir wissen, dass Ihr immer an uns denkt. Wir möchten Sie auf diese Weise über unser Vorhaben, drei weitere Klassensäle zu errichten, informieren, die das Schulzentrum vervollständigen. Wir bezweifeln nicht, dass Ihr unser Vorhaben unterstützen werdet.
Grüßen Sie, wenn Sie wieder in Deutschland sind, die Lehrer und Schüler von ihrer Schule.
Herzlichen Dank !
Annonciata Nyirangaruye (Schulleiterin)
|
|
|
|
|
|
(C) 2009 - Alle Rechte vorbehalten |
|
Diese Seite drucken
|